PORTFOLIO

Meet Lisa.

A short story about me and the experiences I create.

Ich liebe es, digitale und räumliche Interaktionen für komplexe technologische Produkte zu gestalten und mich damit zu beschäftigen, eine Symbiose aus Technik und Menschlichkeit zu erzielen, Geschichten zu erzählen und bedeutungsvolle Erlebnisse zu schaffen. Dabei stehen für mich verständliche Informationsvermittlung und visuelle Qualität ebenso wie Storytelling im Vordergrund. Ich scheue dabei nicht vor komplexen und herausfordernden Problemen und der intensiven Auseinandersetzung mit Themen.

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Skizze: Lisa winktSkizze: Kira, die getigerte Katze

Lisa: Digitale Designerin mit Leidenschaft für digitale Erlebnisse, visuelle Kommunikation und einer Begeisterung für die Möglichkeiten der Zukunft.

Kira: der kleine Tiger und Kreativpartnerin. Verspielt und mit eigenem Kopf.

Lebenslauf.

UX / UI Designerin / Digital Product Design

Lisa Herbig / lisa_herbig@icloud.com / 97074 Würzburg / LinkedIn

Profil

UX/UI-Designerin M.A. mit rund drei Jahren Praxiserfahrung im Automotive-Bereich bei der Mercedes-Benz AG als Werkstudentin. Schwerpunkt: Interface-Konzeption, Integration von KI in den Designprozess und Aufbau von Design Systemen in Figma. Ich übersetze komplexe Anforderungen in verständliche Bedienkonzepte, Prototypen und konsistente Oberflächen.

Ausbildung

2024–2026 / M.A. Design und Information / THWS Würzburg / Abschlussnote 1,1

  • Masterarbeit (Note 1,0): „Jenseits des Unmöglichen“, ein Design-Fiction-Projekt als Buch und App zur Zukunft des Automobils in einer vom Klimawandel geprägten Welt

2019–2024 / B.A. Medienkonzeption / Hochschule Furtwangen / Abschlussnote 1,2

  • Bachelorarbeit (Note 1,0): UX/UI-Optimierung des Intelligent-Drive-Messeexponats der Mercedes-Benz AG und Produktdesign eines ergonomischen Tokens

Kenntnisse

Methoden: User Research, Interface-Konzeption, Interaktionsdesign, Wireframing, Prototyping, Design Systeme

Design / Prototyping: Figma, Adobe Illustrator, Photoshop, After Effects, Adobe Creative Cloud, DaVinci Resolve, Sketch

3D / Physical Computing: Blender, 3ds Max*, TouchDesigner*, Arduino*

Code: HTML*, CSS*, TypeScript*

KI-Tools: Claude, ChatGPT, Copilot, Higgsfield (Bildgenerierung)

* Grundkenntnisse

Sprachen

Deutsch: Muttersprache / Englisch: B2–C1 / Französisch: B1 / Spanisch: A1

Berufserfahrung

Werkstudentin UX/UI-, Kommunikations- und Mediendesign

Mercedes-Benz AG, Sindelfingen / Immendingen · 04.2023 bis heute

  • Aufbau und Weiterentwicklung eines Figma Design Systems mit Komponenten und Icon-Bibliothek
  • Erweiterung und Optimierung einer internen Software zur Integration von KI in den Designprozess
  • Konzeption und Gestaltung eines Parkmanagement-Interfaces für Tablet und Smartphone
  • 3D-Visualisierung von MB.DRIVE ASSIST PRO mit Blender und PowerPoint für Präsentationen
  • Konzeption und Gestaltung einer mobilen App zum Testen von Parkfunktionen
  • Entwicklung eines Team-Logos in Adobe Illustrator

Bachelorandin

Mercedes-Benz AG, Immendingen · 03.2024 bis 08.2024

  • Datenerhebung zur Usability des Messeexponats Intelligent Drive und Evaluation mittels der Thinking-Aloud-Methode
  • Erstellung detaillierter Personas für die Nutzerzielgruppe des Exponats
  • Konzeption und Umsetzung eines Motion Designs zur Steuerung des Exponats in Adobe After Effects
  • Modellierung von 3D-Druck- und Fimo-Prototypen für das Steuerungstoken

Hiwi-Stelle, Entwicklung Interaktiver Anwendungen

Hochschule Furtwangen · 03.2022 bis 08.2023

  • Korrektur der Wochenaufgaben und Tutorium für die erweiterten Grundlagen des (objektorientierten) Programmierens in HTML, CSS und TypeScript

Praxissemester, Digital Communications

Aesculap AG · 09.2021 bis 02.2022

  • B. Braun Website-Management: Erstellen der globalen Websites für Aesculap Dental in AEM
  • Management des Rollouts für Account Based Tracking mit LeadForensics, inkl. Koordination und Abstimmung mit den Ländern, Conversion Tracking und Trigger Reports für Therapiefelder
Lebenslauf (gestaltet) ↓ATS-Version ↓

Die ATS-Version ist schlicht gesetzt und für Bewerbungsportale optimiert.

Here is some
selected work.

Skizze: Lisa zeigt auf ihre Lieblingsarbeit

Die nachfolgenden Arbeitsbeispiele sind als kurze Geschichten aufbereitet. Die roten, handschriftlichen Bemerkungen dienen wie in einem Buch der Zusammenfassung und detaillierteren Erläuterung.
Tipp: Oben rechts kannst du wählen, ob du nur die Geschichten oder nur die Notizen lesen möchtest.

Weitere Arbeiten: Installationen, 3D-Filme, Code und Grafik.

Zum Anhang →

Masterarbeit.

Eine gesellschaftliche und ökologische Neudeutung des Automobils in einer spekulativen Zukunft.

Entwicklung von fünf Kurzgeschichten, die auf narrativer Ebene hinterfragen, wie bestehende Systeme verändert oder erweitert werden können, um der Zukunft problemlösungsorientiert entgegenzutreten. Mithilfe einer App können Nutzer:innen auf die zur Erstellung der Geschichten verwendeten, wissenschaftlichen Erkenntnisse zugreifen.

Diese Arbeit wurde mit Bestnote 1,0 bewertet.

Video zur Masterarbeit ↗ App-Demo ausprobieren

Skizze: Lisa sitzt in einem kleinen Auto
Drei Screens der Buch-App: Willkommen, Das Fahrwasser, Hallo Lisa

Es ist spät. Die Stehlampe wirft einen warmen Kreis aufs Sofa, und eigentlich wollte Mara nur noch ein Kapitel von „Das Fahrwasser“ lesen. Jetzt ist sie mitten in Stefans Geschichte. Das Display an seiner Wand zeigt 38 Grad, mitten im Mai, das Wasser tropft nur sparsam aus dem Hahn, und Stefan fährt mit seinem Auto zum Park, nicht um spazieren zu gehen, sondern weil das Auto dort etwas abzugeben hat.

Mara spürt die Hitze beinahe selbst. Ihre Augen folgen wie gebannt den Zeilen des Buches. Am Rand des Parks verbindet Stefan einen Schlauch mit seinem Auto, und das Trinkwasser, das der Wagen unterwegs aus Salzwasser gewonnen hat, fließt in die Bewässerung. Mara sieht den Park so klar vor sich, als säße sie neben Stefan am Teich.

Mara blättert um. Und hält inne. Ein Auto, das Salzwasser tankt und damit einen Park am Leben hält. Gibt es das? Oder ist das erfunden? Sie merkt, dass sie es einfach geglaubt hat. Die Bilder in ihrem Kopf waren so lebendig, dass sie gar nicht auf die Idee gekommen war, zu fragen.

Mara schaut in das warme Licht der Lampe und denkt über das nach, was sie soeben gelesen hat. Ja, in den letzten Jahren war es zunehmend wärmer geworden, aber würde das Wasser hier in Deutschland jemals so knapp werden wie in „Das Fahrwasser“ beschrieben? Mara will das Buch gerade schließen, als ihr der kleine Sticker mit der Aufschrift „Scanne mich“ am Anfang des Buches wieder ins Auge fällt. Sie hält ihr Smartphone daran. Eine Seite öffnet sich, Mara meldet sich an, und dann regnet es auch schon Konfetti. „Das Fahrwasser“ ist freigeschaltet.

Mara ist plötzlich hellwach. Die App empfängt sie in derselben Farbe und demselben Muster wie das Buch in ihren Händen. Sie klickt auf die freigeschaltete Kachel, und sofort beginnt eine Audiospur zu spielen. Mara hört gespannt zu. Dann tippt sie die Seitenzahl, auf der sie stehen geblieben ist, in das dafür vorgesehene Feld, und sofort erscheinen Stichpunkte zu genau dieser Stelle, jede Aussage mit einer Quelle belegt.

Aufgeschlagenes Buch mit NFC-Sticker

NFC-Sticker im Buch mit individueller ID zum Freischalten des jeweiligen Buches.

↑ Schalte das Buch hier frei und lies das erste Kapitel von „Das Fahrwasser“.

Login-Seite
Screen: Login-Seite
NFC-Freischalt-Nachricht
Screen: NFC-Freischalt-Nachricht
Freischalt-Animation
Screen: Freischalt-Animation
Buchdetailseite
Screen: Buchdetailseite
Hervorgehobene Quelle
Screen: Hervorgehobene Quelle

User Journey

Handgezeichnete User Journey der Buch-App
Buchdetailseite Die Oase mit KI-Assistent
Buchdetailseite Das Fahrwasser mit Fehlermeldung
← Fehlermeldung.

Eine Frage bleibt. Mara zieht das Panel am unteren Rand nach oben und tippt sie ein. Der KI-Assistent kennt das Buch und antwortet. Der kleine Hinweis offenbart ihr dabei die ganze Zeit, an welche KI ihre Nachrichten zur Verarbeitung übermittelt werden. Das gibt ihr ein gutes Gefühl.

Mara legt das Smartphone beiseite. Eigentlich wollte sie längst schlafen gehen. Nur noch ein Kapitel, denkt sie. Stefan sitzt noch immer am Teich, sein Auto gibt noch immer Wasser an den Park ab. Aber Mara liest die Szene jetzt mit anderen Augen. Sie weiß, welcher Teil davon Fiktion ist, und welcher auf Forschung beruht.

Use-Case-Diagramm der Buch-App
Designsystem der Buch-App: Icons, Inputs, KI-Panel, Karten

Bachelorarbeit.

Optimierung des UX/UI-Designs eines Messeexponats von Mercedes-Benz, sowie die Integration einer Parkassistenz-Visualisierung und die Entwicklung eines Interaktionskonzeptes für optimierte Aufmerksamkeit und Bedienbarkeit.

Personas, Usability Evaluation, 3D-Modelle in Blender und ein Motion Design in After Effects.

Diese Arbeit wurde mit Bestnote 1,0 bewertet.

Skizze: Lisa modelliert ein Token aus Ton
Persona Lukas, Explainer
Persona: Lukas, Explainer

Die Halle ist laut. Menschen schieben sich an den Ständen vorbei, bleiben kurz stehen, ziehen weiter. Am Stand von Mercedes-Benz steht Lukas vor einem ganz besonderen, großen Tisch. Hinter seiner digitalen Oberfläche offenbart sich eine virtuelle Stadt. Straßen, Kreuzungen, Parklücken. Und genau durch diese Stadt und ihre Herausforderungen scheint sich das kleine Automodell, das auf dem Bildschirm steht, zu bewegen.

Lukas ist 31, eigentlich Entwicklungsingenieur und heute Explainer. Er soll den Besuchern zeigen, was die Park- und Fahrassistenzfunktionen im Fahrzeug so können. Er macht das gerne. Er erklärt gerne und glaubt daran, dass wir alle nur voneinander lernen können.

Eine Gruppe drängt sich neugierig um den Tisch. Eine Frau fragt, wie das Auto eigentlich selbst einparken kann. Lukas will in das Parkszenario wechseln, doch er steht auf der falschen Seite. Stress breitet sich aus. Unter „Entschuldigung“, „Ich müsste mal kurz …“, „Darf ich kurz hier durch“ versucht sich Lukas zur anderen Seite des Tisches zu bewegen. Manchmal muss er aufgrund des hohen Geräuschpegels in der Halle zwei- oder dreimal nachfragen. Die Frau tippt schon ungeduldig mit ihrem Fuß auf den Boden.

Genau davor hatte Lukas Angst, zu lange zu brauchen. Jemanden zu enttäuschen. Er möchte sich eigentlich keine Gedanken über die Technik machen müssen, oder darüber, wo er gerade steht, sondern einfach nur erklären.

Das Intelligent-Drive-Exponat auf der Messe
Skizze: Menü rund um das Token
Ablaufdiagramm der Menüsteuerung
Interaktionskonzept des Menüs

Ein Jahr später.

Ein neuer Messetag, eine neue Gruppe drängt sich wie im Vorjahr um die großen Displays auf dem Tisch. Diesmal legt Lukas einfach das Token, welches er letztes Jahr nur zum Pausieren oder Vorspulen verwendet hatte, dort auf dem Bildschirm ab, wo er gerade ist. Rund um das Token öffnet sich nun das Menü, direkt vor ihm. Ein paar Handgriffe und das Parkszenario ist gestartet.

Die Besucher verfolgen mit, was er tut. Die Kreise bewegen sich um das Token, das dem Mercedes-Stern nachempfunden ist, und Icons und Bilder zeigen, wohin es geht. Niemand muss raten, was gerade passiert.

Probier's aus: Token ablegen, wo du gerade stehst

Klicke irgendwo auf den Tisch.

Auf dem Tisch parkt das Auto ein. Und mitten in der Animation öffnet sich ein kleines Fenster mit der echten Aufnahme aus dem Fahrzeug, die zeigt, wie derselbe Moment von innen aussieht. Lukas stellt das Token auf, pausiert die Animation und erklärt, was gerade passiert. Dann hebt er es wieder an und die Animation fährt fort. Eine Besucherin nickt. Jetzt versteht sie es. Sie möchte noch etwas über die Fahrassistenzsysteme lernen. Lukas lächelt, sein Lieblingsthema. Er dreht das Token in seiner Hand und legt es auf den Bildschirm. Die Menüsteuerung erscheint und er aktiviert entspannt die richtige Animationssequenz.

Am Abend räumt Lukas das Token zurück in die Schublade des Tisches. Es liegt seit Stunden in seiner Hand, und er hat es kaum bemerkt. Heute musste niemand auf ihn warten. Ein guter Tag.

Token-Varianten als 3D-Renderings
Handskizzen zum Token
Fimo- und 3D-Druck-Prototypen

Motion Design der Bachelorarbeit:

SMAT

Die smarte Yoga-Matte für störungsfreie und optimale Entspannung – Studienprojekt

Redesign des SMAT-Konzepts, Aufbau eines Designsystems mit Komponenten und Auto-Layout.

Skizze: Lisa in der Baum-Pose auf einer Yogamatte
SMAT Yogamatte mit Knöpfen am Kopfende
SMAT App auf Laptop, Smartphone und Smartwatch

Es ist Sonntagabend. Nele hat die Matte im Wohnzimmer ausgerollt, das Licht gedimmt, und auf dem Smartphone läuft ihr Yoga-Flow. Herabschauender Hund. Tief einatmen.

Dann das nächste Lied. Es passt überhaupt nicht. Nele löst sich aus der Position, krabbelt zum Handy, tippt, sucht, tippt noch einmal. Als sie zurück auf der Matte ist, ist die Ruhe weg.

Später, bei der Meditation, schiebt sich eine Nachricht über das Audio. Ein Ohrstöpsel ist irgendwo zwischen Matte und Teppich verschwunden.

Ein paar Wochen später rollt Nele eine andere Matte aus. An der Kopfseite sitzen fünf große Knöpfe. Sie drückt einen davon fest hinein, die Matte verbindet sich, und aus Lautsprechern an Kopf- und Fußende kommt die Musik, genau dort, wo sie trainiert.

Mitten im Flow passt ein Lied wieder nicht. Diesmal streckt sie nur die Hand nach vorn, drückt auf den Knopf und der nächste Track beginnt. Sie bleibt, wo sie ist.

Erster Prototyp der Matte in Lila
SMAT Matte von oben
Lautstärkeregler an der Seitenkante der Matte
Knöpfe und Rhythmus-Feld am Kopfende

Die Musik ist zu laut. Nele tippt an die Seitenkante der Matte und fährt mit dem Finger ein Stück nach unten. Leiser. Es ist egal, wo genau sie tippt. Der Regler misst ab dem Punkt, an dem ihr Finger aufsetzt.

Für den Tanz-Teil hat Nele keine Lust, eine Playlist zu durchsuchen. Rechts am Kopfende liegt ein kleines Feld. Sie trommelt mit den Fingern den Rhythmus darauf, der ihr gerade im Kopf ist, und SMAT schlägt einen Track mit genau diesem Tempo vor.

Probier's aus: Tippe im Takt

Klicke mindestens dreimal im Takt auf das Feld.

– bpmAktueller Takt erscheint hier.

Am nächsten Abend sucht Nele in der App ein neues Workout aus den Kategorien heraus und markiert einen Song mit einem Herz, das kurz aufspringt. Dann legt sie das Handy weg. Den Rest erledigt die Matte.

Nele rollt die Matte zusammen. Das Handy hat sie heute kaum angefasst. Sie überlegt sich, eine Smartwatch zu besorgen, da die App auch problemlos darüber gesteuert werden kann und sie ihr Handy dann für die Yoga-Sessions ganz zur Seite legen kann.

SMAT App: Startseite
SMAT App: Yoga Workout
SMAT App: Rhythmus
SMAT Watch: Workouts
SMAT Watch: Tippe im Takt
SMAT Watch: Übung Baum

Pfotenspur.

Eine App zur Unterstützung der Suche deines Haustieres.

Hier habe ich versucht, meine Konzeptidee mit KI umzusetzen und das Figma MCP zu testen. Ich habe damit begonnen, meine Konzeptidee zu beschreiben, eine Recherche durchführen zu lassen, Scribbles anzufertigen und den Look zu definieren. Diese habe ich der KI schließlich wieder zur Verfügung gestellt, um dann mit dem MCP erste Screens bauen zu lassen, die ich wieder überprüft habe, um das Feedback zur Optimierung an die KI zu übermitteln.

Skizze: Lisa sitzt mit Kira auf dem Boden
Pfotenspur Screens: Kira wird gesucht, Wer ist deine Katze, Karte

Es ist Samstagabend, kurz nach elf. Janas Tee ist kalt geworden und sie will gerade ins Bett gehen. In der Küche bemerkt sie, dass Kira ihr Frühstück nicht angerührt hat, und das tut sie sonst nie. Um 07:40 hat Jana sie zuletzt gesehen, auf der Fensterbank im Flur. Jetzt steht die Balkontür einen Spalt offen, und die Wohnung ist still.

Jana ruft ihren Namen, erst im Treppenhaus, dann im Hof. Nichts. Sie geht nach draußen und versucht es nochmal, vergebens. Nach einer Stunde entsperrt Jana mit zitternden Händen ihr Handy. Vor ein paar Monaten, an einem ruhigen Abend, hatte Jana Pfotenspur installiert. Sie hatte Fotos von Kira hochgeladen, „grau getigert, weiße Pfoten, Knick im Schwanz“ eingetippt und zwei Lieblingsplätze auf der Karte markiert: den Schuppen bei den Nachbarn und die Hecke am Spielplatz.

Jetzt tippt sie auf „Meine Katze wird vermisst“. Wo wurde Kira zuletzt gesehen? Zuhause. Wann? Vor ein bis drei Stunden. Ein Tipp auf „Suche starten“, dann öffnet sich die Karte.

Auf der Karte liegt ein Ring von 50 Metern um Janas Wohnung, darin fünf nummerierte Punkte. Der erste Stopp überrascht sie: „Zuhause gründlich absuchen. Katzen verstecken sich oft still.“

Jana öffnet Schränke, schaut im Keller und auf dem Dachboden nach. Kira ist nirgends. Sie hakt den Punkt ab.

Unter dem Bildschirm steht ein Hinweis: „5 Meldungen vorbereiten.“ TASSO, die Tierheime im Umkreis, das Fundbüro, ein fertiger Beitrag für die Nachbarschaftsgruppe. Mit einem Tipp pro Stelle ist alles verschickt. Besorgt, aber mit der Hoffnung, Kira morgen zu finden, geht Jana schlafen.

Pfotenspur: Alle informieren
Pfotenspur: Karte mit 50-m-Ring
Pfotenspur: Kira wird gesucht (Dark Mode)

Probier's aus: Hilf mit, Kira zu finden

Hake die Suchstopps auf der Karte ab.

Ring 50 m12345

0 von 5 Orten geprüft

Pfotenspur: Hilf mit, Kira zu finden
Pfotenspur: Suchtipps
Pfotenspur: Graue Katze unter einem Carport
Pfotenspur: Danke! Kiras Familie ist informiert.

Zwei Straßen weiter bekommt Marie eine Benachrichtigung. Sie sieht sie, als sie am nächsten Morgen beim Kaffee auf ihr Handy blickt. Marie kennt Kira nicht, und sie hat nur ein paar Minuten Zeit. Die App erwartet von ihr auch nicht mehr: Sie soll ihre eigene Garage und ihren Keller prüfen, ungefähr zwei Minuten. Dazu der Hinweis „Scheu: nicht anfassen, nur melden“.

Marie schaut nach. Nichts. Sie tippt auf „Geprüft, keine Spur“, ohne Konto und ohne ihre Telefonnummer herauszugeben. Bei Jana färbt sich Punkt fünf grün.

Um 14:32 meldet sich jemand aus der Nachbarschaft: „Graue Katze unter einem Carport, lief Richtung Spielplatz.“ Die Sichtung erscheint als Punkt auf Janas Karte, 120 Meter entfernt. Jana überprüft das Bild. Kiras weiße Pfoten, das passt. Sie schreibt in den Chat: „Bitte nicht anfassen, ich bin in fünf Minuten da.“

Unter dem Carport am Lindenweg sitzt Kira, mit angelegten Ohren und großen Augen. Jana kniet sich hin und wartet, bis Kira von selbst zu ihr kommt. Sie raschelt etwas mit der Leckerli-Tüte und schon schmust Kira ihr um die Beine.

Überglücklich beendet Jana die Suche in der App. Die App fragt, wo Kira war. „Am Ort einer Sichtung: Carport Lindenweg“. Der Haken bei „Als Lieblingsplatz speichern“ ist schon gesetzt. Sollte Kira noch einmal verschwinden, beginnt die Suche dort.

Die Bilanz: 6 Stunden, 4 Helfer, 9 geprüfte Orte. Die Meldungen sind geschlossen, der Beitrag ist als „Gefunden“ markiert. Marie bekommt eine Nachricht, dass Kira wieder zu Hause ist.

Kira schläft zusammengerollt auf der Fensterbank im Flur. Die Sonne scheint auf ihr grau getigertes Fell. Die Balkontür ist fest verschlossen.

Pfotenspur: Chat mit Anwohner
Pfotenspur: Chat mit Sicherheitswarnung
Designsystem: Textfeld, Hinweis-Banner, Toast
Designsystem: Status-Chip und Kartenmarker
Designsystem: Suchstopp-Karte, Fortschritt und Kopfzeile

Design System Komponenten

Pfotenspur: Kira ist wieder zu Hause
Pfotenspur: Wo war Kira?
Pfotenspur: Wie geht es weiter?

Screens für das Ende der Suche

Werkstudent.

UI und UX Optimierung einer Parkmanagement-App bei Mercedes-Benz.

Aufbau eines Konzepts in Figma.

Skizze: Lisa in einer Tiefgarage mit Parkschild

Diese Seiten sind noch zugeklebt.

Werkstudent bei Mercedes-Benz

Die Arbeiten aus meiner Werkstudentenzeit bei Mercedes-Benz sind nicht öffentlich: das Parkmanagement und ein 3D-Visualisierungsprojekt. Das Passwort findest du in meinem PDF-Portfolio. Sonst frag mich gern per Mail.

Anhang.

More to explore: Installationen, 3D-Filme, Code, Konzepte und Grafik.

Die folgenden Arbeiten stammen vor allem aus meinem Bachelorstudium und aus freien Projekten. Auch sie sind als kurze Geschichten erzählt, allerdings etwas kürzer als die Hauptkapitel.

Skizze: Lisa folgt mit einer Lupe Pfotenspuren

A1 · Immersive Media

Bon Appétit.

Interaktive Medieninstallation / Arduino / TouchDesigner

Konzept: festlich gedeckter Tisch mit Steak und weißen Siegeln
Konzept-Rendering: vorher / nachher

Der Raum ist abgedunkelt. Nur ein festlich gedeckter Tisch ist beleuchtet, Kerzen, Weingläser, eine Schieferplatte. Felix setzt sich, weil ihn jemand freundlich dazu einlädt. Auf der Platte liegt ein Steak, kunstvoll angerichtet, umgeben von kleinen weißen Tierschutz-Labels und Siegeln. Sieht eigentlich gut aus.

Rechts neben dem Teller liegt ein Messer. Felix hebt es an, und im selben Moment ertönen Schreie. Er zögert, führt das Messer trotzdem zum Steak. Um den Teller herum explodiert eine blutrote Projektion, die weißen Siegel färben sich rot. Dann beginnt das Steak langsam von der Platte zu kriechen.

Felix legt das Messer zurück. Beim Abendessen später denkt er noch einmal daran.

Die fertige Installation Bon Appétit
Die fertige Installation.

A2 · 3D & Animation

Das Niedere Tor.

Projektstudium Digitale Archäologie / 3ds Max

Gerda ist seit vielen Jahren im Geschichts- und Heimatverein. Fast jeden Tag läuft sie an der Stelle vorbei, an der früher das Niedere Tor stand. Heute erinnert dort nichts mehr daran. Sie kennt es nur aus alten Unterlagen und Erzählungen.

Beim Frühstück schlägt sie die Zeitung auf: „Niederes Tor zum Leben erweckt“. Am Abend schaut sie sich den Film an. Die Kamera gleitet an den Mauern entlang, über die roten Dächer, bis zur Turmuhr. Plötzlich steht das Tor wieder da, in allen Details. Am nächsten Morgen bleibt Gerda an der leeren Stelle stehen. Zum ersten Mal sieht sie das Tor vor sich.

Digitale Rekonstruktion des Niederen Torsheute: verschwundendigital rekonstruiert

Ziehe über das Bild, um das Tor wieder aufzubauen.

Niederes Tor, Detail mit Turmuhr

Die Turmuhr des rekonstruierten Tors, ein Still aus dem Animationsfilm.

A3 · 3D & Animation

Kuleana & Moriko.

Zwei Low-Poly-Kurzfilme

Semesterausstellung, ein abgedunkelter Raum mit Sitzsäcken. Emma wollte eigentlich nur kurz reinschauen. Auf der Leinwand beginnt „Kuleana“: eine Stadt in Pastellfarben, eine Wiese voller Blumen, alles aus klaren, kantigen Flächen gebaut.

Danach läuft „Moriko“. Eine kleine Raupe kriecht durch einen Wald, ein leuchtender Pfad schlängelt sich durchs Bild, und am Ende sitzt dort ein Schmetterling. Emma merkt, dass sie die ganze Zeit gelächelt hat. Sie bleibt für die nächste Runde sitzen.

Kuleana

Moriko

A4 · Coding & Games

Die Suche.

Konzeption und Entwicklung einer Visual Novel

Sonntagnachmittag, draußen regnet es. Noah hat den Link von einer Freundin bekommen und klickt ohne große Erwartungen auf „Spielen“. Eine Wüste in warmen Orangetönen öffnet sich, Felsen, ein weiter Himmel, und mittendrin ein kleiner Dinosaurier.

Noah liest, klickt, entscheidet. Er muss nie überlegen, wo es weitergeht, und die Figuren fühlen sich an, als hätten sie eine eigene Geschichte. Irgendwann wird es auf dem Bildschirm Nacht, Sterne erscheinen. Noah schaut auf die Uhr. Eine Stunde ist vergangen.

A5 · Coding & Games

Interaktive Anwendungen.

Entwicklung interaktiver Anwendungen 1 & 2 / HTML / TypeScript

Fußballsimulation
Fußballsimulation
Use-Case-Diagramm der Fußballsimulation
Positions-Skizzen
Activity-Diagramm

Mittagspause im Büro. Ben öffnet die Fußballsimulation, die ihm ein Kollege geschickt hat. Auf dem grünen Feld laufen die Spieler über den Rasen, der Ball rollt, und Ben ertappt sich dabei, wie er mitfiebert, obwohl er nur zuschaut.

Danach klickt er sich weiter: ein Drumpad, auf dem er einen Beat zusammentippt, eine Seite voller generativer Kunst und eine kleine Farm voller Tiere. Die Mittagspause ist vorbei, bevor er es merkt.

Fußballsimulation

Weitere Anwendungen

A6 · Konzept & Illustration

E-Learning.

Konzept zur Entwicklung einer E-Learning-Anwendung

Werner ist 72 und hat von seinen Enkeln ein Tablet bekommen. Die Zeitung darauf lesen, das würde er schon gern. Aber wo fängt man an? Er öffnet die Lern-App, und ein freundlicher Frosch winkt ihm zu.

Schritt für Schritt geht es voran, jede Übung kurz, jede mit einer direkten Rückmeldung. Als ihm etwas nicht gleich gelingt, erklärt die App es einfach noch einmal anders. Am Ende der Woche sieht Werner, wie weit er schon gekommen ist. Am Sonntag liest er die Zeitung zum ersten Mal auf dem Tablet.

A7 · Konzept & Illustration

Der Froschkönig.

Grafische Freihand-Arbeiten mit Bezug auf Storyboarding

Auszug aus dem Storyboard zum Froschkönig

Erster Drehtag. Die Kamerafrau Lea hat das Märchen seit ihrer Kindheit nicht mehr gelesen, aber das braucht sie auch nicht: Vor ihr liegt das Storyboard. Jedes Bild zeigt schon, woher die Kamera schaut, wie nah sie am Frosch ist und wo die Prinzessin steht.

Diskussionen über die Einstellung gibt es kaum. Alle sehen dasselbe Bild im Kopf, noch bevor die erste Szene gedreht ist.

A8 · Konzept & Illustration

Freihand & Video.

Freihand-Arbeiten aus Mediengestaltung und freie Videoprojekte

Diesmal ist die Nutzerin Kira. Sie hat entschieden, dass das Zeichenpapier auf dem Schreibtisch ihr Schlafplatz ist. Lisa zeichnet trotzdem weiter, um die Katze herum.

Ein Porträt, ein Lavendelfeld, ein Schäferhund aus lauter Mustern. Kira beobachtet jeden Strich mit halb geschlossenen Augen. Erst als der Laptop aufklappt und ein kleiner Animationsfilm läuft, ist sie hellwach.

A10 · Grafik & Web

HS-Audio.

Website-Design im Corporate Design

Die Band von Jule hat endlich genug Songs für eine erste Aufnahme. Und im Herbst steht ein Konzert an, das vielleicht auch gestreamt werden soll. Sie sucht nach jemandem, der beides kann.

Auf der Website von HS-Audio findet sie sich sofort zurecht: Recording, Streaming, Live Events, jeweils mit einer eigenen roten Illustration auf Schwarz. Keine Suche, kein Rätselraten. Jule schreibt noch am selben Abend eine Anfrage.

Ende.

Oder der Anfang einer neuen Geschichte?

Danke fürs Lesen! Wenn du Lust hast, das nächste Kapitel gemeinsam zu schreiben, freuen Kira und ich uns von dir zu hören.